Schlagwort-Archive: Liebe

For my love

I follow my heart and leave my mind to wonder
Is this love worth the sacrifices I make?

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April 13, 2013 · 10:35 am

Wie eine Liebende empfindet

Virginia empfand, wie eine Liebende empfindet: Sie war verzagt, wenn sie sich vernachlässigt fühlte, verzweifelt, wenn Vita nicht da war, wartete ungeduldig auf Briefe, brauchte Vitas Gesellschaft und lebte in der seltsamen Mischung von Hochstimmung und Verzweiflung, die für Liebende – und man sollte meinen, nur für Liebende – bezeichnend ist.

Quentin Bell über die Beziehung zwischen Virginia Woolf und Vita Sackville-West

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Lange Zeit

Diese letzten Sonnenstunden,
treibend im herbstlichen Wind
und Gedanken fliegen ins Uferlose,
wo Sein und Haben nicht zu finden sind.

In Gedanken fliegen auch Gefühle,
letztlich weg von mir und doch,
bleibt ein Rest in meinem Herzen,
der Wärme und Sonne für den Winter borgt.

Diese Gedanken sind an dich gerichtet,
die du mich seit Jahr und Tag begleitest
und dein Spuren Paar im Sand sich zeichnet,
stets auf meinem Weg dabei.

Du weisst es nicht, was ich hier fühle,
sollsts nicht wissen, einerlei,
weil du endlich würdest leiden müssen,
wenn ich nicht geben kann, was du verlangst.

Und so flieg ich im Herbstwind weg von hier,
in der Gedanken und Gefühle Boot,
schwebe, treibe, fliege, fühle,
was ich keinem Menschen je entbot.

Du bist der Wind, der mich begleitet,
mich trägst und stützt auf meinen Flug,
unsichtbar, doch immer da.
Selbst unwissend ob dem Sein in meiner Seele
und deinem Platz in meinem Herzen,
seit ich dich zum ersten Male sah.

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November 3, 2011 · 10:24 pm

Ein Männlein steht im Walde

Blatt im Licht

Es streift ein kleines Männlein dort,
durch des Waldes Dickicht.
Hüpft von Baum zu Busch zu Blatt,
wenn du’s nicht kennst,
erblickst du’s nicht.

Auf einmal hält in seinem Tun,
das Männlein inne wie erstarrt
und blickt verwundert und ganz scheu
auf ein besonders schönes Blatt.

„Dieses Blatt“, so sprach es leis,
„ist ein Wunderwerk dieser Natur.“
Sprachs, und nahm es zögernd auf,
als wärs zerbrechlich wie Kristall.

„Oh, Blatt, du sollst nun immerdar,
mir meine Zeit versüssen.
Stets pflegen werd ich deine Haut,
die Schönheit dir erhalten.“

Das Blatt sprach nun mit einem Male:
„Kleines Männlein, warte doch!
Glücklich bin ich hier bei dir,
mehr brauch und will ich einfach nicht.“

Stumm lief das Männlein durch den Wald,
das Blatt in Händen wie ein Schatz
und meint auf einmal zögerlich:
„Dann lass mich dich nur lieben.“

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Schönste Erinnerungen

Wenn wir zurückblicken:

Was waren denn unsere schönsten Momente?

Waren das die besonderen Zeiten, in denen wir die absolute Stille erlebten, eine Art von Eins-Sein mit der Natur und unserer Umgebung? Wir, als Bestandteil der Welt, nicht als Fremdkörper. Wir, nicht mehr als Mensch auf dieser Erde, sondern als Erde, ein Teil dieses Planeten.

Waren das die besonderen Zeiten, in denen wir absolute Freundschaft erlebten? Als es uns schlecht ging und wir aufgefangen wurden von der bedingungslosen Freundschaft der besten Menschen, die wir uns vorstellen können. Als wir einfach nur als das akzeptiert wurden, was wir sind und wie wir sind, als Mensch mit Gefühlen, nachgebend in der Welt, in der wir sind. Einfach mal schwach sein und trotzdem aufgefangen werden.

Waren das die besonderen Zeiten, in denen wir die Liebe erlebten? Liebe, wie sie nur einmalig auf dieser Welt vorhanden ist und ein Kuss des geliebten Menschen uns in die höchsten Sphären hebt? Davonschwebend auf einer Wolke des Glücks, des perfekten Gefühls von Freiheit und Endlosigkeit. Fliegend durch den Himmel, aber nie allein, sondern stets begleitet von diesem einen besonderen Menschen, der uns zeigte, was absolute Liebe bedeutet.

Und zurück bleiben Erinnerungen.
Danke.

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Das Wunder der Liebe

Für einmal gibt es mal wieder eine neue Rezension. Zugegeben, ich war in dieser Hinsicht in der letzten Zeit nicht sonderlich… öhm… bei der Sache, aktiv, mir fehlte die Begeisterung dazu.. ach, ist ja auch egal.
Hier folgt mal wieder eine Rezension, das ist alles, was ich sagen wollte:

Dieses Buch war ein ziemlicher Spontankauf, nachdem eine Freundin von mir begeistert davon geschwärmt hat. Und da sie in ihrem Anfällen der Begeisterung sehr enthusiastisch und vorallem überzeugend sein kann, musste mein Geldbeutel dann doch relativ spontan dran glauben (Rezensionen zu den weiteren drei Büchern, die an diesem Tag den Weg des hier Vorgestellten nahmen, werden wohl noch folgen..).

Das Buch trägt den verheissungsvollen Titel „Die Frau meines Lebens“ und wurde geschrieben von Nicolas Barreau (Piper, 978-3-492-25356-7, übrigens schon in der 7. Auflage).

Der erste Satz sagt bereits aus, worum es in dem Buch grob geht:
„Heute bin ich der Frau meines Lebens begegnet.“ (S. 7)
Und käme das Buch nun von einem der unzähligen profillosen Hollywood-Regisseure hätten wir wohl eine schnucklige Brünette (wie Julia Roberts), die beim Shopping in der Unterwäsche-Abteilung in einen Mann rennt, sich den Fuss verstaucht (es leben die High-Heels!), vom galanten Charmeur (nehmen wir mal Hugh Grant) auf eine aufopfernde Art und Weise zum nächsten Notarzt getragen wird (natürlich mit den Einkäufen!), als ob sie einen Herzinfarkt hätte. Das Ende wäre bekannt: Und wenn sie noch nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute glücklich zusammen.
So ähnlich dachte ich die ersten Seiten dieses Buches. Mann trifft Frau in Pariser Kaffee (klar, Paris, natürlich), Frau ist aber mit einem Macker (im Buch als „Snape“ bezeichnet) da, schmeisst dem Mann aber trotzdem in einem unbeobachteten Moment eine Karte mit Name, Telefonnummer und der Botschaft „Rufen Sie mich in einer Stunde an“ auf den Tisch. Was macht ein Mann, wenn ihn Amors Pfeil so richtig getroffen hat, aber sich noch eine Stunde zügeln muss, bevor er in Aktion treten darf? Nein, nicht das – er wird nervös und tigert in der Gegend herum. Dumm nur, dass diese Gegend unbedingt ein Park ist, ebenso dämlich, dass er die Karte auf die Bank legt und dämlich hoch drei, dass die Seite mit der Nummer obenauf lag. Beim Blick auf die Karte merkt er dann, dass man durchaus Grund haben kann, Vögel zu hassen, und zwar so richtig. Die Nummer ist herrlich von verdauten Brotkrumen und Vogelkörnern beschmiert und die letzte Zahl der Nummer völlig unleserlich. Jawohl, hier haben wir die Wendung der Geschichte! Und zwar nicht die Letzte. Barreau spielt hier gekonnt mit den Erwartungen des Lesers. Gerade wenn man dachte, dass es jetzt aber klappen würde, dass sich die beiden treffen, spielt wieder etwas dazwischen. Sei es eine falsche Isabelle (so heisst in dem Buch die schöne Unbekannte), eine Alte, die man nach dem zehnten „Dimitri, bist du es?“ am liebsten in den nächsten Teich werfen würde oder ganz einfach nur eine Missinterpretation der Tatsachen.

Wer schon einmal so richtig verliebt war, wird den Wahn des Hauptdarstellers Antoine nachvollziehen können und mitfiebern. Absolut lesenswert!

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Der bedeckte Sinn

Solange ich lebe
werd ich mich fragen,
wohin es mich zieht,
wofür ich denn lebe.

Der einzige Sinn,
einzig Zerstreuung,
ist Liebe und Lernen,
für ein besseres Bald.

Die Suche nach Sinn,
nur Vergeudung,
von Momenten der Ruhe,
von Zeiten der Freude.

Das Ziel der Suche,
doch stets gewünscht,
die Suche selbst,
belanglos und nichtig.

Der Sinn ist da,
bedeckt von Schleier,
vom Wind der Zeit,
schon bald befreit.

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