Schlagwort-Archive: Erinnerung

Ein Stern namens Du

Wenn immer ich des Nachts zum Himmel blicke, sehe ich nicht nur Sterne. Ich sehe Heimat, ich sehe Familie, ich sehe Erinnerungen, ich sehe Freunde.
Wenn immer ein Mensch mein Herz eroberte, wurde er dort oben verewigt, als einer unter vielen, als leuchtender Stern in der Menge.
Wenn ich nach oben blicke, spüre ich eine innere Freude, weiss ich doch, dass all diese Sterne in meinem Leben fassbar, wichtig, stets für mich da sind.

Weiterlesen

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Tagesgedanken

Des Lebens Freude

Ich sitze hier vor meinem Fenster, ungewaschen, unrasiert, in der Hand die erste Tasse Kaffee. Der Blick nach draussen offenbart mir die Schönheit des Morgens – die Sonne scheint, der Himmel leuchtet blau, Vögel fliegen und zwitschern. Dann und wann landet sogar ein kleiner Spatz auf dem Balkongeländer, hält inne und sieht mich an bevor er wieder weiter fliegt. Bei den Wohnungen gegenüber steht ein Pärchen auf dem Balkon und frühstückt.
Im Hintergrund spielt und singt Clueso vom Bleiben und Weggeh’n, vom Kommen und Geh’n, vom gemeinsam was unternehm’n.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ereignisse, Tagesgedanken

Erinnerungen an Dich – Teil 4

Winterlicher Fluss (Quelle: fryz)
Spaziergänge waren uns das Liebste. Wie oft wanderten wir durch Wälder, durch Städte, dem Wasser entlang oder auch nur zur nächsten Bushaltestelle, nur um festzustellen, dass der Bus um diese Zeit schon längst nicht mehr so fuhr, wie wir dachten.

Winter war es, doch vom Schnee noch nichts oder auch schon wieder nichts mehr zu sehen. Die Kälte spürten wir trotz der Jacke und den Handschuhen. Aber wir genossen sie. Sie zeigte uns, dass wir lebten.

Wir liefen einem Fluss entlang zu einem Punkt, wo sich drei Flüsse begegneten. Das Wasser floss still und ruhig an uns vorbei, langsam und gemütlich. Ohne Eile unterwegs, so wie wir. Wir sahen den Wellen zu, die sanft miteinander spielten. Verrückt mag man es nennen, als ich Schuhe und Socken auszog, meine Hosen hochkrempelte und ins eiskalte Wasser stieg. Zögernd, aber mit glänzenden Augen folgtest du mir. Die Füsse spürten wir bald nicht mehr, doch das war uns egal. Du liefst sogar zu einem etwas entfernten Steininselchen, nur um mir von dort zuzuwinken und mich lachend herauszufordern. Ich bezweifelte, dass mich meine eiskalten Füsse noch so weit trugen und bald kamst auch du zurück.

Wir freuten uns auf die Wärme zuhause.
Und spürten, wie wir lebten.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Tagesgedanken

Erinnerungen an Dich – Teil 3

Schneeschaukel (Quelle: blogigo.de)
In der Nacht konntest du selten ruhig schlafen. Ich stellte mich schlafend daneben, um dir keine Gewissensbisse zu machen, dass du mich auch wach hälst. Oder wir redeten bis uns die Augen von alleine zu fielen. Spätnachts, in den Stunden, in denen die Geister der Mitternacht bereits wieder in ihre Spuckschlösser zurückkehrten, kamen uns die tollsten Ideen.

Du warst unruhig und ich schlug vor, noch etwas spazieren zu gehen. Du hieltest es erst für einen Scherz und meintest, ich sei doch müde und würde das nur ihr zuliebe vorschlagen. Wie recht du hattest. Trotzdem brauchtest du das nicht zu wissen, denn ich wollte für dich da sein. Schlafen würde ich noch lange in meinem Leben.

Wir zogen uns etwas Warmes über und schleichten aus dem Haus deiner Eltern. Du liefst in den dicken Trainerhosen los – wer würde uns um die Zeit schon sehen. Wir wanderten und wanderten. Die stille Nacht verströmte ihre kühle Luft und ihre dunkle Ruhe. Unzählige Sterne glänzten am Firmament und beleuchteten unseren Weg. Eine Strassenbeleuchtung nur für uns zwei.

Die Schaukel eines einsamen Spielplatzes reizte dich. Wir setzten uns darauf und flogen. Immer weiter, immer höher. Den Sternen so nah wie nur möglich. Der Übermut überkam uns. Ich stelle mir vor, wie wir beide in den Himmel fliegen würden, weg von der Welt. Nur wir zwei im endlosen dunklen Himmel, den Sternen immer näher, dem Mondmann zuwinkend und immer weiter.

Zufrieden und müde spazierten wir zurück.
Nur wir zwei, in der dunklen Nacht.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Tagesgedanken

Erinnerungen an Dich – Teil 2

Rusalka (Quelle: krusenstern.ch)
Wir lagen gemeinsam vor dem Fernseher. Du wolltest ja immer nur liegen, gebettet auf weiche Decken, mit der Gewissheit, dass irgendwann sämtliche Glieder entweder verkrampften oder einschlafen würden. Rusalka lief im flimmernden Bildschirm. Du mochtest diesen Film so sehr. Und trotz seiner gewissen Trostlosigkeit mochte ich ihn auch. Dieses Mädchen faszinierte mich.

Es war Winter und als wir nach dem Film zufällig einen Blick nach draussen warfen, tanzten die ersten Schneeflocken vom Himmel. Es war wie im Märchen, so dick und träge fielen sie herunter und bedeckten die Bäume und das Laub unter einem feinen Teppich aus purer, weisser Reinheit. Du schautest mich an und ich sah in deinen Augen einen verrückten Gedanken aufblitzen. Du brauchtest dir keine Mühe zu machen, mich zu überreden. Wir sprangen hinaus in die kalte Nacht, ohne Schuhe, ohne Socken. Wir tanzten durch den eiskalten Schnee und liessen die Pracht auf uns hinabregnen. Meine Füsse spürte ich bald nicht mehr, doch du tanztest noch immer. Eine Eisprinzessin, barfuss im Schnee. Eine Meerjungfrau der Kälte. Meine Rusalka.

Du warst schon immer etwas verrückt.
Und ich liebte diese Art so an dir.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Tagesgedanken

Erinnerungen an Dich – Teil 1

Herbst mir Dir

Ich mag mich an unzählige Augenblicke erinnern, die wir nebeneinander im Bett verbrachten. Deine Räucherstäbchen brannten, draussen spielte der Wind und das Wetter mit dem Laub der Bäume. Schwach nur durch die leicht geöffneten Fenster hörbar. Zwei, drei Kerzen beleuchteten uns und deine Lavalampe spendete etwas Licht und Wärme.
Wir lagen einfach nur da. Du schmiegtest dich in meine Arme und hörtest meinem Herzschlag zu. Und die Zeit schien stillzustehn.

Wir redeten. Oh, und wie wir das taten! Wohl noch niemandem zuvor konnte ich so viele Gedanken anvertrauen. Wir sprachen über die intimsten Dinge, die ich oft sogar erst in dem Augenblick des Redens realisierte. Du stelltest die seltsamsten Fragen, auf die ich wie selbstverständlich mit den ungewöhnlichsten Antworten aufwartete. Wir schwankten zwischen Lachen und Ernsthaftigkeit, doch stellten wir nie unser Reden und den Moment in Frage. Nein, wir genossen was wir taten, wie wir lebten und wie wir fühlten.

In einem dieser Momente vergoss ich einige Tränen. Du fragtest besorgt, was denn los sei und wie es mir ginge.
Ich antwortete nur: „Ich bin glücklich.“
Und du freutest dich für mich.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Tagesgedanken

In Erinnerung an Dich

Lange Jahre ist es her, seit ich dich zum ersten Mal traf. Rückblickend kommt es mir vor, als wäre es wie in einem früheren Leben von mir gewesen.
Grau und neblig scheinen mir die Erinnerungen an diese Zeit. Und doch schwemmt die Trauer um dich nun so viele Erinnerungen und Gefühle in mir hoch.
Dein Lachen, welches so markante Grübchen in deine Mundwinkel zauberte, nahm mich damals für dich ein. Deine leuchtenden Augen bannten mich. Deine Lebhaftigkeit und Lebensfreude fesselten mich. Wenn ich mir heute Fotos von dir ansehe, sehe ich in Gedanken immer noch die Momente vor mir, die mich damals verzauberten.

Auch wenn wir uns nur für kurze Zeit sehr nahe gekommen sind, ist die Zeit mit dir doch eine stets gut gehütete Erinnerung von mir geblieben.

Ich danke dir für all das, was du mir in meinem Leben gegeben hast und wünsche dir dort, wo du jetzt bist, nur das Beste. Ich bin überzeugt, dass dieser Platz wundervoll sein muss, dir immerwährende Freude bereitet und dich von deinen Schmerzen erlöst. Ich wünsche es dir.

Ruhe in Frieden, Nicole.
In meinem Herzen wirst du immer einen Platz inne haben.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ereignisse

Man trifft sich immer zweimal im Leben

Zitat aus einem früheren Blogpost vom 25. Juni 2010:

Oder dann diese eine Pendlerin.. Sie ist etwa in meinem Alter, eher sogar ein wenig älter und steigt jeweils schon im Bus an der Haltestelle Univerität in Basel Richtung Bahnhof zu. Immer an der gleichen Haltestelle, meist mit einem dieser Thermobecher in der Hand, die letzten Winter so in Mode kamen. Tee. Und ja, sie ist hübsch, aber darum geht es hier nicht.
Wie ich bisher herausgefunden habe, kommt sie aus Luzern (ich vermute aus einem Vorort) und hatte bis im Winter einen Freund. Der pendelt zwar immer noch jeden Tag nach Basel, aber nicht mehr mit ihr und wenn, dann sitzen sie zwei Wagen auseinander.
Interessant an ihr finde ich, dass wir zweimal kurz miteinander gesprochen haben. Das erste Mal fragte sie mich im Bus, weil ich neben einem leeren Sitz stand (ich bin Stehbusfahrer), ob der Platz noch frei wäre. Und das zweite Mal sass ich schon im Zug mit meinem Englischheft in der Hand (ich hatte vor einer Woche meine CAE-Prüfungen), als sie an mir vorbeilief und ein Abteil weiter ihre Taschen hinlegte. Blick zu mir, Blick aufs Heft. „Machst du das Proficiency?“ Ich meinte dann nur, dass ich mich erst mal am Advanced versuchen würde. Das Proficiency wäre mir noch zu heiss. Sie hat übrigens das Advanced vor ein oder zwei Jahren auch gemacht, ich vermute mal in einem Auslandaufenthalt.
Achja, und sie scheint Italienerin zu sein, oder zumindest ist es ein Elternteil, denn sie spricht fliessend Italienisch. Aber seit einigen Wochen treffe ich sie nicht mehr im Zug oder Bus. Hat sie andere Arbeitszeiten? Hat sie ihre Arbeitsstelle gewechselt? Ich weiss es nicht. Und bald sehe ich sie kaum noch, da ich ja Richtung Basel umziehe. Schade eigentlich, denn irgendwie habe ich sie gemocht. Obwohl kaum miteinander geredet, war es auf eine gewisse Art und Weise eine Freundschaft.
Ich kenne nicht mal ihren Namen…

Heute Morgen im 30er Bus:
Die Tür geht an der Haltestelle Bahnhof SBB auf und eine vollbepackte blonde Frau bahnt sich den Weg hinein. Ein kurzer Blick und Erinnerungen fluten meine Gedanken. Damals, das allabendliche Pendeln von Basel nach Luzern, das Praktikum hier, all die Freundschaften von damals, die heute leider etwas abgekühlt sind, dafür aber vielen Neuen Platz gemacht haben, und mittendrin und stets dabei: Sie.
Sie hat mich erkannt und mir zugelächelt. Mehr nicht. Sie scheint sich nicht verändert zu haben.
Seltsam, wie das Leben so spielt…

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ereignisse, Tagesgedanken

Die Macht der Erinnerung

Einmal aufgeräumt, stapeln sich Dinge, die ihren Platz verlassen müssen. Viele Dinge. Und nicht nur Materielle. Gegenstände finden sich in den eigenen Händen wieder, die einen augenblicklich mit Erinnerungen überfluten.

Eine Dose, die man einmal geschenkt bekam;
Bücher, die man einst ausgeliehen (aber immer noch nicht gelesen) hatte;
ein Faltblatt eines Hotels in München, in dem man mal ein Wochenende verbrachte;
und die ein oder andere weitere Kleinigkeit.

Und all diese Erinnerungen lassen einen von der wirklichen Welt abschweifen, lassen die Gedanken fliegen in vergangene Zeiten. Eindrücke von Traumwelten gestalten Gefühlshintergründe und unscharfe Bilder. Vereinzelt tauchen Szenen auf, die einem gut in Erinnerung blieben:

Konzerte, die man erst spät mit schweissdurchtränktem T-Shirt verliess, die Beine der vielen Tanzerei wegen kaum mehr fähig zu laufen;
Weihnachtsfeiern im Kreise der Familie, nicht der Geschenke wegen in guter Erinnerung geblieben;
Frühstück in fremden Städten, mit teilweise fremden Menschen und einer Karte mit Dutzenden von Trinkschokolade-Variationen;
die glänzenden Augen eines Mädchens, mit dem man zu langsamer Musik Walzer-Runden drehte;
und nicht zuletzt das Kribbeln im Bauch, das die Nervosität und den Reiz von neuen Erfahrungen ankündigt.

Was wären wir nur ohne all diese Erinnerungen…

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ereignisse

Du und Ich

Kennst du das, wenn du aufwachst und dich die Gewissheit überkommt, dass Wochenende ist und du nicht arbeiten musst, sondern weiter bei ihr im Bett liegen kannst, deiner Partnerin über ihr wundervolles schlafendes Gesicht streichst, bevor du dich an sie anschmiegst, ihre warme zarte Haut spürst, um selber wieder einzuschlafen und diesen Moment solange zu halten wie möglich?

Kennst du das, wenn du am Herd stehst, das Abendessen zubereitest, sie sich ganz dicht hinter dich stellt, ihre Arme von hinten über deine Seiten fließen lässt, um sich ganz fest an dich zu drücken und dich zwischen die Schulterblätter küsst, und dabei ein Feuer in dir ausbricht, dass dich jede Aktion stoppen lässt, nur um sie zu spüren und keinen Sinn an etwas anderes zu verschwenden?

Kennst du das, wenn dein Handy klingelt und ihre Stimme ertönt, um dir zu sagen, was ihr gerade passiert ist, ihre Stimme vor Aufregung manchmal bricht und sie vor lachen keinen Satz rauskriegt, dass sie sich auf dich und euren gemeinsamen Abend freut, und du jetzt so gerne neben ihr sitzen würdest, um ihr dabei in die Augen zu schauen?

Kennst du das, wenn du ihre Gestik und Mimik stundenlang beobachten könntest, jede Lippenbewegung, jedes Zusammenkneifen der Augen, jeden Wimpernschlag, jedes schnelle Begutachten der Haare zwischen zwei Fingern, jeden Blick, der den Worten ihres Gesprächpartners folgt?

Aus: NEON.de

Ein wunderschöner Text.. Bei jedem Absatz tauchten wieder schöne Erinnerungen auf. Und ich könnte diese Liste sogar noch erweitern:

Kennst du das, wenn du abends neben ihr liegst und dir auf einmal alles andere egal wird; wenn die Zeit und die Termine des nächsten Tages hinter einer Nebelwand verschwinden und du nur noch sie und dich selbst wahrnimmst, wenn der Moment zeitlos wird und ewig hält und du dir wünschst, dass dieser eine Moment nicht enden möge?

Kennst du das, wenn du eine lange SMS von ihr bekommst, sie bemerkst, aber doch noch abwartest mit dem Lesen, dich in Gedanken fragst, was sie geschrieben hat, die SMS dann doch noch liest – mehrmals, um auch jede Nuance ihres des Geschriebenen in dir wirken zu lassen – und sich ein Lächeln auf deinen Lippen zeigt?

Kennst du das, wenn du Termine hast, die dir völlig zuwider sind oder du Leute treffen sollst, die du nicht magst, du aber trotzdem hingehst, im Wissen, dass sie dabei sein wird und somit alles andere egal wird und dich nichts und niemand mehr aus dem Konzept bringen kann?

Kennst du das, wenn du glücklich bist und liebst?

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Tagesgedanken