Archiv der Kategorie: Zitate

Wie eine Liebende empfindet

Virginia empfand, wie eine Liebende empfindet: Sie war verzagt, wenn sie sich vernachlässigt fühlte, verzweifelt, wenn Vita nicht da war, wartete ungeduldig auf Briefe, brauchte Vitas Gesellschaft und lebte in der seltsamen Mischung von Hochstimmung und Verzweiflung, die für Liebende – und man sollte meinen, nur für Liebende – bezeichnend ist.

Quentin Bell über die Beziehung zwischen Virginia Woolf und Vita Sackville-West

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Zwischen den Stühlen

Diese Grausamkeiten [des Mittelalters] sind in Wirklichkeit keine. Ein Mensch des Mittelalters würde den ganzen Stil unseres heutigen Lebens noch ganz anders als grausam, entsetzlich und barbarisch verabscheuen! Jede Zeit, jede Kultur, jede Sitte und Tradition hat ihren Stil, hat ihre ihr zukommenden Zartheiten und Härten, Schönheiten und Grausamkeiten, hält gewisse Leiden für selbstverständlich, nimmt gewisse Übel geduldig hin. Zum wirklichen Leiden, zur Hölle wird das menschliche Leben nur da, wo zwei Zeiten, zwei Kulturen und Religionen einander überschneiden. Ein Mensch der Antike, der im Mittelalter hätte leben müssen, wäre daran jämmerlich erstickt, ebenso wie ein Wildtier inmitten unserer Zivilisation ersticken müsste. Es gibt nun Zeiten, wo eine ganze Generation so zwischen zwei Zeiten, zwischen zwei Lebensstile hineingerät, dass ihr jede Selbstverständlichkeit, jede Sitte, jede Geborgenheit und Unschuld verlorengeht.

Harry Haller in „Der Steppenwolf“ (Hermann Hesse)

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Sein und Nichtsein

Forme Ton und bilde ein Gefäss:
Es ist die Leere, die es brauchbar macht.
Schneide Tür und Fenster aus, damit ein Raum entsteht:
Es sind die Löcher, die ihn brauchbar machen.
Also kommt Gewinn durch das, was da ist,
Brauchbarkeit durch das, was nicht da ist.

Lao-tzu

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Ich habe niemals…

Ich habe niemals mit ganzem Herzen dem Land oder dem Staat, meinem Freundeskreis oder selbst auch meiner Familie angehört.

Albert Einstein

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Das Wesentliche im Dasein eines Menschen

Das Wesentliche im Dasein eines Menschen von meiner Art liegt in dem was er denkt und wie er denkt, nicht in dem, was er tut oder erleidet.

Albert Einstein

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Die Entscheidung zum Sonderling

[…] strengen sich oft besonders an, alles richtig zu machen, genau auf soziale Signale zu achten, sich nicht zu blamieren und niemanden vor den Kopf zu stossen. […] Was wäre, wenn sie die Anstrengung aufgäben und gleich von vornherein beschliessen, anders zu sein, schrullig, merkwürdig, komisch und unangepasst? Das Ergebnis wäre dasselbe, aber die Anstrengungen fielen weg. Was ist so reizvoll daran, zu  sein wie alle anderen, nicht aufzufallen, normal zu sein? Auch und gerade Sonderlinge, Exzentriker, eigenwillige und introvertierte Persönlichkeiten können liebenswert, charmant und interessant sein. Es ist sogar oft ein wahres Vergnügen, solche Menschen zu beobachten.

Andrea Brackmann

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Genie des Kindes

Jedes Kind ist gewissermassen ein Genie und jedes Genie ist gewissermassen ein Kind.

Arthur Schopenhauer

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Life is about

Life isn’t about finding yourself.Life is about creating yourself.

George Bernard Shaw

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Über die Form des Sinns des Daseins

Diese Forderung, und mit ihr der Sinn des Daseins, wechselt von Mensch zu Mensch und von Augenblick zu Augenblick. Nie kann also der Sinn menschlichen Lebens allgemein angegeben werden, nie lässt sich die Frage nach diesem Sinn allgemein beantworten – das Leben, wie es hier gemeint ist, ist nichts Vages, sondern jeweils etwas Konkretes, und so sind auch die Forderungen des Lebens an uns jeweils ganz konkrete. Diese Konkretheit bringt das Schicksal des Menschen mit sich, das für jeden ein einmaliges und einzigartiges ist.

Viktor E. Frankl

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Das Streben nach Vollständigkeit

Das Streben nach Vollständigkeit besteht eigentlich darin, sich dem eigenen Selbst in immer enger werdenden Kreisen zu nähern, indem man unterschiedliche Interpretationen und Ansichten einbezieht. Man kommt nie an, erhält aber eine immer besser werdende Vorstellung von dem, was sich im Zentrum befindet. Wenn wir wirklich diese Kreise ziehen, dann ergibt sich kaum die Möglichkeit, überheblich zu werden, weil wir alle Arten der Erfahrung an uns selbst durchlaufen. Darin besteht das Streben nach Vollständigkeit […].

Elaine N. Aron.

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