Day 02 – Your least favorite Book

Ist die Frage nach dem besten Buch schwer zu beantworten ob der schieren Masse, die dafür in Frage käme, so ist bei dieser Frage eher die Problematik, dass ich die Klassierung „Least favorite Book“ keinem Buch zumuten möchte. Als Vielleser scheut man sich ein bisschen, ein Buch zu kränken und es als „Schlecht“ zu bezeichnen. Die Vorstellung, das Buch habe eine Seele, die man mit dieser Aussage kränken könnte, mag vielleicht zu phantastisch sein, doch ich mag sie trotzdem.

Als wirklich schlechtes Buch kann ich auf Anhieb keines benennen. In den letzten Monaten bzw. Jahren gab es aber ein Buch, das mir enorme Mühe bereitete. Normalerweise bin ich eher der Typ, der das Buch fertig liest, in der Hoffnung, dass da noch was Gutes kommt. Aber bei diesem einen Buch schaffte ich es in mehreren Anläufen doch nur bis zur Seite 150. Seitdem steht es in meinem Bücherregal und wartet darauf, vielleicht wieder irgendwann einmal hervorgekramt zu werden. Bis dahin muss es in dieser Kategorie seinen „Kopf“ hinhalten.

Der Meister und Margarita (Sammlung Luchterhand)

Der Klappentext sagt folgendes:

Unglaubliche Dinge geschehen im Moskau der dreissiger Jahre. Berlioz, der Vorsitzende einer Literaturgesellschaft, und Besdomny, ein junger Lyriker, diskutieren an einem Frühlingsabend über die Nichtexistenz Christi. In ihr Gespräch mischt sich ein Fremder, welcher beiläufig erwähnt, dass er nicht nur mit Kant gefrühstückt habe, sondern auch beim zweiten Verhör Jesu durch Pontius Pilatus zugegen gewesen sei. Die Verblüffung der Literaten kennt keine Grenzen, als der Fremde, angeblich Professor der Schwarzen Magie mit Namen Voland, ihnen eröffnet, dass Berlioz noch am selben Abend der Kopf vom Rumpf getrennt werden würde. Und seine Worte bewahrheiten sich…

Der Teufel selbst ist es, der auf diese Weise den Auftakt zu phantastischen Ereignissen gibt und Moskau in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung stürzt – die Heimsuchung für Heuchelei und Korruption. Nur der namenlose Meister, der geniale Schriftsteller, und seine Geliebte Margarita bleiben verschont, und ihre unglückliche Liebesgeschichte kann vielleicht doch noch ein gutes Ende finden…

Wenn man das so liest, muss man durchaus eingestehen, dass die Beschreibung neugierig macht. Doch nichtsdestotrotz wuchs meine Verwirrung mit jeder Seite mehr. Ich konnte zwar durchaus eine Handlung erkennen, allerdings schien sie sich so planlos über die Seiten zu ziehen, dass ich nicht mal mögliche Enden in Erwägung ziehen konnte (was ja dann die Überraschung ausmacht, wenn ein Buch eben nicht so endet, wie man erst dachte!).

Ich mags also (vorerst) nicht.

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Eingeordnet unter 30 Day Book Meme

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