Ein etwas anderer Einblick in die Geschichte

Symbolbild: Brief von Goethe im Deutschen Museum
Das Faszinierende am Katalogisieren von Briefnachlässen sind ja die Inhalte. Nicht selten entdeckt man beim oberflächlichen Durchlesen von Korrespondenzen interessante und berührende Geschichten. So beispielsweise die Kontroverse um einen in den 20er Jahren des Amtes enthobenen Pfarrer, der jahrzehntelang um die Wiedererlangung der Lehrerlaubnis kämpfte.

Oder aber eine Passage aus einer Karte aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager im Jahre 1942. Der Brite bittet darin um zwei französische Bücher „Zum Beispiel eines der Ihrigen und entweder das Origène von Faye oder das Tagebuch von Fabre-Luce. Und auch vielleicht ein bisschen Toiletten Papier.“
Mein Vorschlag: Durchhalten bis man die Bücher gelesen hat und dann…
Aus einem Brief des „British prisoners of war auxiliary service“ geht übrigens hervor, dass die Ausfuhr von Papier aus der Schweiz damals verboten war. Beruhigend aber, dass die Engländer bereits eine Fuhre Toilettenpapier organisiert hatten, bereit zur Verteilung an diverse Kriegsgefangene.
Der Brite wurde übrigens bereits 1941 in Griechenland gefangen genommen. Ende des Jahres 1944 wurde er dann befreit.

Ein etwas anderer Einblick in die Geschichte.

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