Ist das denn noch Gleichberechtigung?

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Mancher mag mich wohl jetzt für einen Antifeministen halten, manch anderer wird aber zustimmend mit dem Kopf nicken und mir beipflichten. Dieser Text soll aber als Denk-Anregung dienen.

Die heutige Kritik-Runde dreht sich um den Begriff der Gleichberechtigung.
Wobei der Begriff Gleichberechtigung ja grundsätzlich seine völlige Berechtigung hat, in der heutigen Zeit aber nicht mehr wirklich etwas mit Gleichberechtigung, sondern vielmehr mit Bevorzugung der Frau zu tun hat.
Ein Aufschrei durch die Runde, die ersten Feministinnen stürzen sich auf mich, doch Halt!

Zur Rechtfertigung: Natürlich sollen Frau wie Mann die gleichen Chancen im Berufsleben haben und natürlich haben beide für die gleiche Arbeit und die gleichen Qualifikationen den absolut identischen Lohn verdient! Beruhigt euch und setzt euch wieder!

Nun, was bedeutet denn nun diese Gleichberechtigung? Menschen haben gleiche Rechte, unabhängig von sozialem Status, Geschlecht, Hautfarbe, Rasse, Nationalität, Grösse, Gewicht, Schuhgrösse oder Ringfingerumfang. Im rechtlichen und sozialen Bereich wird aber von der Gleichstellung der Geschlechter gesprochen. Gleichstellung. Derselbe Status in der Gesellschaft, dieselben Rechte, dieselben Pflichten.

Während aber in der heutigen Zeit Frauen nach wie vor im Berufsleben benachteiligt werden, spielen Männer zunehmend in anderen Lebensbereichen die zweite Geige. Wer nach wie vor glaubt, dass Gewalt im Haushalt nur von Männern ausgeübt wird, ist erwiesenermassen im Irrtum. Unter Miteinbeziehung der Dunkelziffer geht man beispielsweise in Deutschland davon aus, dass ungefähr 50% der Delikte von Frauen begangen werden. Es ist mittlerweile auch von Psychologen anerkannt, dass häusliche Gewalt nicht geschlechtsspezifisch ist. Aber welcher Mann traut sich schon, öffentlich zuzugeben, dass er von seiner Frau geschlagen wird? Erschwerend kommt hinzu, dass man bei der Polizei den Hilferufen des Mannes häufig keinen Glauben schenkt. Das starke Geschlecht, unterdrückt von der Frau, sogar geschlagen von der Frau? Lachhaft.
Ein interessantes Zitat aus der Wikipedia ist übrigens dieses:

Erwachsene Männer als Opfer sexueller Gewalt durch Frauen sind seit einigen Jahren Thema in renommierten akademischen Fachmagazinen. So veröffentlichten die „Archives of Sexual Behavior“ allein im Jahr 2003 zwei Untersuchungen, denen zufolge jeder vierte Mann bereits einmal unfreiwilligen Sex hatte.

Auch im Bereich der Häuslichen Gewalt kann man also durchaus von einer Gleichstellung sprechen, zumindest aus der Opfersicht.

Ein weiteres Beispiel ist das Scheidungsrecht. Auch wenn man heutzutage meist auf ein gemeinsames Sorgerecht abzielt, wird es doch bisher meist den Frauen zugesprochen, unabhängig davon, was für eine vorbildliche Rolle der Mann als Vater eingenommen hat. Sieht man sich die Statistiken des BfS (Bundesamt für Statistik) an, bemerkt man, dass das Männern zugesprochene Sorgerecht gerade mal vier Prozent aller Fälle im Jahr 2009 ausmacht, während Frauen zu 55% das Sorgerecht zugesprochen bekamen. Das Sorgerecht erhielten in 39% der Fälle beide Partner (für all jene, die nun mitgerechnet haben und eine Differenz zu den 100% entdecken: es gibt auch noch das Sorgerecht an Drittpersonen).
Natürlich gilt es hier zu beachten, dass viele Männer voll berufstätig sind und daher der Zeitfaktor für die Erziehung meist für die Frau spricht.

Ich bin absolut für eine Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter in jedem Bereich des Lebens. Das schliesst aber auch jeden Bereich ein! Ich bin überzeugt, dass sich in einigen Jahrzehnten das Thema der Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern erledigt haben wird. Alles braucht seine Zeit, auch eine Durchsetzung eines gewissen Frauenanteils in einer immer noch männerdominierten Gesellschaft. Aber wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass heutzutage die Mehrheit des Bundesrates aus Frauen besteht? Aus vielerlei Gründen bin ich gegen sowas wie eine Frauenquote, egal ob in der Politik oder in der Wirtschaft. Wieso sollte man eine schlechter qualifizierte Frau einem perfekt den Anforderungen der Position passenden Mann vorziehen, nur weil man eine Frauenquote zu erfüllen hat? Wo bleibt da noch der gerechte Lohn für die bisher erbrachte Leistung?

Und um eine weitere provokante Frage aufzuwerfen: Was spricht gegen eine allgemeine Wehrpflicht, unabhängig vom Geschlecht, oder zumindest einer Wehrersatzabgabe mit einer freiwilligen Umwandlung in die Wehrpflicht?

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