Vollkommene Vernetzung – Teil 1

Ein Tag im Leben eines Menschen in 25 Jahren – der frühe Morgen:

Die Nacht war wieder einmal lang. Beziehungsweise sehr kurz, je nachdem, ob man sie aus der Sicht des Schlafes oder aus derjenigen der Wach-Zeit betrachtet.
Das Ergebnis ist auf jeden Fall logisch: Der Wecker geht zu früh los. Zum Glück spielt er mir so eine fröhliche Melodie wie „Don’t worry, be happy“ von Bobby McFerrin und nicht sowas wie eine synthetische Türklingel ab. Ich öffne meine verklebten Augen und nehme erst einmal viel Licht wahr. Nach solchen Nächten verfluche ich den Timer, der mir automatisch bei Sonnenaufgang die Läden öffnet stets aufs Neue. Nach und nach werden meine Sinne wach und ich bemerke den wundervollen Duft von frisch gebrühtem Kaffee, der heiss dampfend in meiner Lieblingstasse in der Küche für mich bereit steht.
Nachdem ich mich aus dem Bett gequält habe, schlurfe ich mit der Tasse ins Bad, wo mich gemütliche Reggae-Musik erst sanft, dann immer motivierter (zumindest was die Lautstärke betrifft) aus dem Halbschlaf holt. Nach einer ausgiebigen Dusche (es lebe die automatische Temperaturregulierung, die mir den Schock des kalten ersten Wasserschwalls erspart!) und dem üblichen Prozedere (Rasur, Haare, Anziehen) wanke ich, schon motivierter, in die Küche und nehme den Geruch von geröstetem Brot wahr. Zufrieden nehme ich das Brot aus dem Toaster und mache mich über mein Frühstück her, während ich halblaut ein „Guten Morgen“ zum Monitor vor mir an der Wand murmle. Der Computer begrüsst mich in gewohnt freundlicher Manier und weisst mich darauf hin, dass ich wirklich etwas mehr auf meinen Schlaf achten sollte (Hallo Mutter!). Ich frage mich im Stillen, ob er das aus meinen Augenringen schliesst oder einfach nur daraus, dass ich ihn gestern Nacht erst sehr spät ausgeschalten habe.
Nachdem mich der Computer mit allen Updates versorgt hat (E-Mails, Facebook-Statusmeldungen, Twitter-News, die wichtigsten Schlagzeilen aus NZZ, 20min und Tagi) schicke ich ein fröhliches „Guten Morgen“ in die virtuelle Welt, welches mir auch prompt aus allen Gegenden der Welt beantwortet wird (ausser aus New York, die schlafen noch). Kurze Kontrolle, ob ich meine Menüplanung für diese Woche schon gemacht habe (man will ja nicht nach Hause kommen und nichts zu essen da haben), mache ich mich auf den Weg zur Arbeit.

TO BE CONTINUED…

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