Andy Warhol und die Suppendosen

Eigentlich wusste ich gar nicht so recht, was mich erwarten würde, als ich durch die Drehtür (die übrigens auf andere einen sehr unheimlichen Eindruck machte – ich nenne da mal keine Namen) ins Kunstmuseum in Basel ging. Ich kenne zwar Andy Warhol’s Werke etwas und mir ist auch sein, nennen wir es höflich: moderner, Lebenswandel bekannt, doch mit dem Titel der Ausstellung – The Early Paintings 1961-64 – konnte ich noch relativ wenig anfangen.

Wie sich herausstellte, lassen sich die Werke der Ausstellung vorallem in drei Kategorien einteilen: Malen nach Zahlen, Suppendosen und Liz Taylor/Elvis sowie schockierende Unfälle (die auf meine Begleitung einen ziemlichen Eindruck machten). Tatsächlich haben diese Bilder etwas sehr Brutales und Schockierendes. Erstaunlich, dass diese Unfallbilder zu seiner Zeit so offen und unverfälscht in der Zeitung abgedruckt wurden.

Unser Eintritt galt übrigens auch für das Museum der Gegenwartskunst. Allerdings hinterliess die Ausstellung dort doch einer einen verwirrten und fragenden Eindruck. Es erinnerte eher an ein Sammelsurium an allen möglichen Gegenständen, die, bunt zusammengewürfelt, in verschiedene Schaukästen verteilt wurden. Lediglich die Ausstellung von Thomas Ruff konnte überzeugen. Der ganze Raum strahlte etwas Unheimliches aus, was nicht nur an der Installation mit lärmenden Raben (natürlich nur auf Videoband) lag. Diese Viecher hörte man übrigens praktisch durch das ganze Museum.

Abschliessendes Fazit also: Andy Warhol ist absolut sehenswert (zumal man als Student nur gerade Fr. 5.- anstelle der üblichen Fr. 21.- zahlt). Auch wenn einige Bilder definitiv etwas auf seinen Drogenmissbrauch hinweisen..

Übrigens: Warhol’s Suppendosen gibt es immer noch zu kaufen! Fr. 4.80 das Stück😉

2 Kommentare

Eingeordnet unter Tagesgedanken

2 Antworten zu “Andy Warhol und die Suppendosen

  1. Thomas

    Für mich ist Warhol ja symptomatisch für den Niedergang der abendländischen Kunst …

    • Na, jetzt aber😀
      Solche Dinge würde ich eher über gewisse Installationskunst behaupten. Grundsätzlich mag ich moderne Kunst sehr und da zähle ich Warhol bereits dazu. Denn was Gut und was Schlecht ist, ist ja immer sehr subjektiv😉

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