Der himmlische Regen

Ich liebe Regen. Ganz besonders ein richtiges Sommergewitter.

Die Hitze des Tages wird immer drückender, die Sonne verschwindet langsam hinter den Wolken. Der Lärm der Kinder draussen verebbt, dafür zieht ein leichter Wind auf. Der Himmel rumort, nur ganz leise und dezent, gerade hörbar. Der Wind verstärkt sich etwas. Die Wolken färben sich grau. Etwas Bedrohliches zieht auf, eine spürbare Furcht verbreitet sich.

Und plötzlich ein Lichtblitz! Das Schauspiel ist eröffnet! Mit einem Knall öffnen sich die Schleusen des Himmels und scheinbar unendliche Mengen an Wasser bahnen sich ihren Weg zur Erde, begleitet von eisigen Körnern, die mit einer vernichtenden Geschwindigkeit auf die Erde treffen. Der Himmel scheint die Erde zu bombardieren, ein jahrtausendealter Kampf um die Vorherrschaft auf dem Planeten. Die wütenden Kräfte des Himmels schlagen auf die Erde ein, die Apokalypse, Ragnarök und das jüngste Gericht gleichzeitig scheinen da zu sein.

Doch plötzlich…
Der Regen lässt nach, die Blitze werden seltener, der eisige Regen verschwindet völlig. Und zurück bleibt ein stetiges Plätschern. Wohltat für die Erde, ein Segen für die Pflanzen, eine Erlösung für die von der Hitze geplagten Menschen.

Und nach einer Ewigkeit scheint alles vorbei. Es hört auf zu regnen und die dunklen Wolken hellen sich auf. Nur der nasse Boden und die dampfende Luft bezeugen, was vor wenigen Minuten noch zu sehen war. Die Luft ist kalt, aber von unwiderstehlichem Duft. Ein Aufatmen für die Welt, ein Segen, der allem wieder Leben eingehaucht hat.

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Eingeordnet unter Tagesgedanken

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